08.03.2019

Treiber der Digitalisierung

Startups in Deutschland

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Die Digitalisierung lebt auch von Startup-Gründern, die ihre innovativen Ideen agil umsetzen und den Wettbewerbsdruck auf etablierte Unternehmen in allen Branchen erhöhen. Die größten Impulse gehen dabei vom Silicon Valley aus. Von dort kommen die großen Player wie Google, Facebook, Netflix, Uber und AirbnB. Aber China, Israel und Indien holen auf. Wie steht es aber mit Deutschland? Hierzu gibt zwei interessante Studien.

Deutscher Startup Monitor

Der Bundesverband Deutscher Startups hat mit KPMG 2018 bereits zum sechsten Mal den Deutschen Startup Monitor veröffentlicht. Unter Startups werden darin Unternehmen verstanden, die jünger als zehn Jahre sind, innovative Technologien entwickeln und ein hohes Wachstum bei Umsatz und Mitarbeitern aufweisen. Die analysierten Startups zeigen folgende Durchschnittsmerkmale auf:

  • Das Alter der Startups ist 2,5 Jahre, Startups haben 12,3 Mitarbeiter, der Anteil der Gründerinnen beträgt 15,1 %, 47,5 % der Gründer sind zwischen 25 und 34 Jahre alt.
  • 19 % der Startups kommen aus NRW, 15,8 % aus Berlin, 12,6 % aus Baden-Württemberg, 12,3 % aus Bayern, 9,2 aus Niedersachsen und 7,2 % aus Hamburg.
  • In der Informations- und Kommunikationsbranche sind 31 % der Startups, in der Nahrungsmittel- und Konsumgüterindustrie 9,7 %, im Medizin- und Gesundheitssektor 8,5 % und in der Automobil- und Logistikbranche 5,2 %.

KfW-Startup-Report

Der Startup-Report der KfW ist eine weitere Studie, die interessante Einblicke gibt.

  • Die Zahl der Startup-Gründer lag 2017 bei 108.000 und die der Startups bei 60.000. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2016.
  • Startup-Gründer sind überwiegend männlich, jung und akademisch, häufig in MINT-Fächern ausgebildet. Immerhin sind 6 % der Gründerinnen und Gründer über 50 Jahre.
  • Startups haben einen hohen Investitionsbedarf, da sie technologieorientiert, international und sehr wachstumsorientiert sind.
  • Startup-Gründer vor allem im Alter bis 40 Jahre haben inspirierende Vorbilder aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis.
  • Bei Startup-Gründern stellt das Internet oftmals die Grundlage des Geschäftsmodells dar.
  • Sie sprechen auch deutlich häufiger internationale Kunden an als andere Existenzgründer.
  • Im Fokus von deutschen Startup-Gründern liegen Angebote für Unternehmen (B2B).
  • Kreditinstitute, Familien, Freunde und Förderinstitute sind die häufigsten externen Kapitalgeber für klassische Existenzgründer. Bei Startups sind das auch beliebte Finanzierungsoptionen. Sie nutzen zudem aber besonders intensiv alternative Kapitalquellen wie Beteiligungsgesellschaften, Venture-Capital-Gesellschaften und Business Angels.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie eine Finanzierung für Wachstum und innovative Ideen benötigen. Wir entwickeln für Sie eine passende Finanzierungsstrategie und prüfen, inwieweit öffentliche Förderprogramme eingebunden werden können.

Vereinigte Volksbank Münster eG

Jürgen Gemke
Bereichsleiter Firmenkunden, Mittelstand und Spezialimmobilien
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