04.04.2019

Hohe Nachfrage treibt die Mieten

Gewerbeimmobilien aktuell

© Tiberius Gracchus - stock.adobe

Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit Jahren auf Wachstumskurs. Dieser Aufschwung und die anhaltend niedrigen Zinsen spiegeln sich seit Jahren auch auf den Immobilienmärkten wider. Die DZ HYP hat bereits zum elften Mal die Entwicklungen auf dem Markt für Handels-, Büro- und gewerblichen Wohnungsbau in den deutschen Top-Standorten Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München analysiert. Trotz der guten Rahmenbedingungen haben sich die einzelnen Segmente unterschiedlich entwickelt. Es gibt auch einen neuen Trend: Coworking-Spaces bei Büroimmobilien.

Büroimmobilien gefragt wie nie

Trotz der anhaltend guten Wirtschaft und eines starken Beschäftigungswachstums ist an Top-Standorten das Angebot an Büroflächen nur in einem überschaubaren Umfang gewachsen. Das führt dazu, dass in den Metropolstädten die Leerstandsquoten auf 2 bis 4 Prozent gesunken sind. Damit ist es für Unternehmen immer schwieriger, geeignete Büroflächen anzumieten. So überrascht es auch nicht, dass die Spitzenmieten angestiegen sind. Allerdings fällt der Mietanstieg mit durchschnittlich 2,8 Prozent moderat aus. Die Durchschnittsmieten betragen an den Topstandorten 31,3 Euro/qm.

Coworking-Angebote profitieren vom Flächenengpass

Um Fixkosten und lange Vertragsbindungen zu vermeiden, greifen viele Unternehmen zunehmend auf Coworking-Spaces zurück. Weltmarktführer dieser neuen, häufig in attraktiven Lagen angesiedelten Gemeinschaftsarbeitsplätze ist das New Yorker Startup Wework. In Deutschland sind mittlerweile rund 550 Coworking-Angebote am Markt. Die trendigen Büroarbeitsplätze mit Startup-Atmosphäre sind komplett ausgestattet und können kurzfristig angemietet werden. Sie sind besonders bei Gründern, Selbstständigen und Freiberuflern beliebt, da sie auch Kommunikation und Vernetzung untereinander bieten.  

Handelsimmobilien haben es schwer

Der Einzelhandel hat mit dem Internet große Konkurrenz bekommen. Der E-Commerce-Anteil beträgt mittlerweile 10 Prozent und wird noch weiter wachsen. Auch wenn die Innenstädte und Shoppingcenter voller Menschen sind, wird immer weniger in den Geschäften vor Ort gekauft. Um die Umsatzverluste zu kompensieren, verkleinern viele Händler ihre Flächen. Allerdings werden die freien Flächen von Gastronomen, City-Supermärkten und Fitnessketten belegt, so dass in guten Lagen die Nachfrage stabil ist. Dem citynahen Handel geht es noch recht gut, denn vor allem in den Metropolregionen profitieren die Geschäfte von steigenden Einwohner- und Touristenzahlen. So bleiben die Spitzenmieten mit durchschnittlich 300 Euro je Quadratmeter auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Allerdings müssen die Vermieter immer öfter Zugeständnisse in Form von kürzeren Laufzeiten von drei Jahren oder umsatzabhängigen Vertragsklauseln geben. In Randlagen und in kleinen Städten nehmen die Leerstände immer weiter zu.

Wohnimmobilien sind Mangelware

Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist nach wie vor angespannt. Trotz steigernder Bautätigkeit fehlen immer noch viele Wohnungen. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht. Zum einen werden die Bauflächen immer knapper. Zum anderen sind die Bauunternehmen und Handwerksbetriebe komplett ausgelastet, wodurch die Baupreise kräftig gestiegen sind. Entsprechend sind auch die Mieten in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen.

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Vereinigte Volksbank Münster eG

Jürgen Gemke
Bereichsleiter Firmenkunden, Mittelstand und Spezialimmobilien
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