08.07.2019

Gefragte Geldanlage im Niedrigzinsumfeld

Investmentfonds

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Der Sparwillen der Bundesbürger ist ungebrochen. Die deutschen Privathaushalte bildeten 2018 ein Geldvermögen von 243,9 Mrd. Euro. So viel wie noch nie zuvor. In der aktuellen Niedrigzinsphase erzielen Guthaben auf Tages- oder Festgeldkonten kaum noch Erträge. Daher sind börsennotierte Wertpapiere ein wichtiger Bestandteil der Vermögensbildung. Sie können einzelne Wertpapiere erwerben oder in spezielle Investmentfonds investieren, die das Risiko von Kursschwankungen durch breite Streuung verringern.

Individuell oder automatisiert

Bei Investmentfonds haben Sie die Wahl zwischen den von Fondsexperten aktiv gemanagten Fonds und sogenannten Indexfonds (ETF – exchange-traded fund), die automatisiert immer einen offiziellen Börsenindex abbilden (z. B. DAX). Bei beiden Varianten müssen Sie sich um nichts mehr kümmern. Sie können bereits mit kleinen Beträgen Fondsanteile kaufen. Die Kurse der Investmentfondsanteile werden börsentäglich neu ermittelt und können in Tageszeitungen oder im Internet verfolgt werden.

Fondsarten

In Deutschland gibt es rund 7.200 Investmentfonds mit einer Vielzahl unterschiedlicher Varianten, aus denen Sie nach Ihren persönlichen Rendite-Risikoneigungen wählen können:

  • Aktienfonds: Sie enthalten ausschließlich Aktien von börsennotierten Unternehmen. Angeboten werden Fonds unterschiedlicher Marktsegmente (z. B. DAX-Fonds), Risikoklassen (Versorger, Wachstumswerte etc.), Länder und Branchen.
  • Rentenfonds: Sie bestehen aus festverzinslichen Wertpapieren wie z.B.  Unternehmensanleihen und Staatsanleihen. Ihr Risiko ist im Vergleich zu Aktienfonds geringer, allerdings auch die Rendite.
  • Gemischte Fonds: Sie mischen Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und sonstige Anlageformen. Mit zunehmendem Aktienanteil kann der Fonds höhere Schwankungen ausweisen. Ausgewogene Fonds setzen je zur Hälfte auf Aktien und Anleihen.
  • Geldmarktfonds: Sie setzen auf verzinsliche Anlagen mit kurzen Laufzeiten.  
  • Offene Immobilienfonds: Sie investieren entweder in Gewerbeimmobilien, z.B. aus dem Bereich Büro-, Handels-, Hotel- und Logistikimmobilien, oder auch in Wohnimmobilien. Die aktuelle Bewertung der Immobilien, sowie die Mieterträge bestimmen den Wert des Fonds.
  • Indexfonds: Sie investieren in einen Fonds, der in seiner Anlageentscheidung genau die Gewichtung eines bestimmten Aktienindex wiedergibt (z. B. den MSCI Worldwide).

Strenge Aufsicht

Investmentfonds bieten nicht nur den Vorteil der Risikostreuung durch eine Investition in viele Wertpapiere. Sie unterliegen in Deutschland auch strengen gesetzlichen Bestimmungen. Sie werden überwacht von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Chancen und Risiken

Wenn Sie Ihr Geld in Investmentfonds anlegen, dann nehmen Sie an den Entwicklungen der Kapitalmärkte teil. Abhängig von der Investition bestehen aber auch Wechselkursrisiken. Bei Kurssteigerungen erhöht sich der Wert Ihrer Anteile. Bei sinkenden Kursen verringert sich der Wert Ihrer Fondsanteile.

Durch einen Fondssparplan können Sie Kursschwankungen ausgleichen, da Sie aufgrund von gleichbleibenden Sparraten bei niedrigen Kursen mehr Fondsanteile und bei höheren Kursen weniger Anteile kaufen.

Fragen Sie den Anlageberater Ihrer Bank. Er berät Sie gerne bei der Auswahl des für Sie passenden Investmentfonds

Vereinigte Volksbank Münster eG

Jürgen Gemke
Bereichsleiter Firmenkunden, Mittelstand und Spezialimmobilien
Neubrückenstraße 66
48143 Münster

Fon: (02 51) 500 500
Fax: (02 51) 50 05-60 06

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