Prozesse optimieren, neue Geschäftsmodelle entwickeln

Daten - Das Gold des 21. Jahrhunderts

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Kern der Digitalisierung sind Daten, die bei Technologieunternehmen wie Google, Facebook und Amazon das Herzstück des Geschäftsmodells bilden. Große unstrukturierte Datenmengen kommen in der digitalen Welt aus unterschiedlichsten Quellen (z. B. Webklicks, Sensorik, RFID, Smartphones, Internet oder Maschinen). Sie werden mit künstlicher Intelligenz und leistungsfähigen Rechnern ausgewertet. Mit Data Assets können Sie Ihre Prozesse optimieren oder neue Geschäftsmodelle entwickeln.

Datenbasierte Prozessoptimierung

Die Iserlohner KIRCHHOFF-Gruppe z. B. gehört mit rund 14.000 Mitarbeitenden zu den großen Automobilzulieferern in Deutschland. Zum Geschäftsportfolio gehören aber auch Hersteller von Müllfahrzeugen wie Faun. Dort gibt es intelligente Mülltonnen, die mittels Sensoren den Füllstand messen. Diese Daten sind Grundlage für die automatisierte Routenplanung. In ländlichen Regionen werden dann nur die Mülltonnen angefahren, die voll sind. Das spart Zeit und Geld. HELLA, ein börsennotierter Automobilzulieferer aus Lippstadt mit rund 40.000 Mitarbeitenden, prüft mit Hochleistungskameras und Sensoren Schweißnähte von Leuchten und ersetzt so zunehmend die manuell Qualitätssicherung. Das sind nur zwei Best-Practice-Beispiele aus dem deutschen Mittelstand. In vielen Unternehmen gibt es genügend Ansatzpunkte. So liefern ausgelesene Maschinendaten genügend Hinweise für Energieeinsparungen oder vorausschauende Wartung.

Datenbasiertes Marketing

Auch die klassischen Kundendaten in CRM-Systemen können durch Algorithmen so analysiert werden, dass Vertriebskampagnen schlagkräftiger werden. Noch einfacher zu verwerten sind die Daten, die Nutzer von Online-Shops hinterlassen. Eine gute Datenbasis liefern z. B. Analysen von Logfiles, die Seitenzugriffe und Besuchsdauern von Nutzern Ihrer Website festhalten. Wenn Ihre Kunden diese digitalen Klickspuren nach einem Login auf Ihrer Shop-Plattform hinterlassen, können Sie diese Daten mit den Stammdaten zu Nutzerprofilen verdichten, die immer feiner und zielgenauer werden. Automatisiert bieten Sie dann diesen Nutzern passende Produkte und Inhalte an gut sichtbaren Stellen und in personalisierten Newslettern bzw. Push-Nachrichten an.

Datenbasierte Geschäftsmodelle

Die Königsdisziplin ist jedoch das Kreieren völlig neuer Daten, die dann Grundlage für neue Geschäftsmodelle sein können. Für Google, Facebook & Co. ist das die Geschäftsgrundlage. Leistungen werden kostenlos angeboten. Die daraus entstehenden Nutzerdaten werden auf unterschiedlichste Weise vermarktet, z. B. in Form von Anzeigenmodellen.

Es gibt aber auch viele Beispiele aus anderen Branchen. So hat z. B. HELLA einen sogenannten SHAKE-Sensor entwickelt, der in den vorderen Radhausschalen von Autos integriert ist und den Fahrbahnzustand detektieren kann (z. B. Nässegrad). Die damit gewonnenen Daten helfen nicht nur das Autofahren sicherer zu machen, sondern können aggregiert auch als Straßenzustandskarte vermarktet werden. Auch Hersteller von Rolltreppen mit eingebauten Sensoren wissen ganz genau, welche Besucherströme sich im Gebäude wann, in welcher Intensität und wohin bewegen. Das sind wichtige Daten für den Handel und Immobilienbetreiber. Unabhängige Hersteller von smarten Heizthermostaten haben den Zugriff auf die Kundendaten und degradieren die Heizungshersteller zu Gerätelieferanten, wenn sie nicht eigene smarte Lösungen anbieten.

Der Kreativität beim Schaffen von Data Assets sind keine Grenzen gesetzt. Suchen auch Sie in Ihrem Unternehmen nach der Goldader des 21. Jahrhunderts.

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