02.12.2018

Kundendaten professionell nutzen

Big Data

© Natalia Merzlyakova - Fotolia

Kern der Digitalisierung sind Daten, die in großen Mengen zu Big Data werden und bei Technologieunternehmen wie Google, Facebook und Amazon das Herzstück des Geschäftsmodells bilden. Große unstrukturierte Datenmengen kommen aus unterschiedlichsten Quellen (z. B. Sensorik, RFID, Smartphones, Internet oder Maschinen). Sie werden mit künstlicher Intelligenz und leistungsfähigen Rechnern ausgewertet. In vielen mittelständischen Unternehmen stehen systematische Big-Data-Analysen noch am Anfang.

Kundenverhalten analysieren

Big Data ermöglichen in der digitalen Welt nicht nur smarte Fabriken, sondern vor allem individuelle Kundenansprachen und Prognosen des Kundenverhaltens (z. B. Kauf oder Kündigungen). Angebote können inhaltlich passend und zeitbedarfsgerecht personalisiert platziert werden. Das ist ein Traum für jeden Werbetreibenden. Vorbei sind dann die vielen Streuverluste klassischer Kampagnen. Marketing wird durch Big Data immer analytischer. Datenbanken und Tools übernehmen vor allem in der Online-Welt die maschinelle Steuerung von Kampagnen.

So bauen die großen Automobilhersteller Teams mit Big-Data-Spezialisten auf, um vorhandene Kundendaten besser zu strukturieren und zu nutzen. Auch Hersteller von Rolltreppen mit eingebauten Sensoren wissen ganz genau, welche Besucherströme sich im Gebäude wann, in welcher Intensität und wohin bewegen. Mit diesen Daten könnten Immobilienprojekte ganz anders als bisher geplant werden. Sie können vom Betreiber zu Geld verwandelt werden. Das eigentliche Rolltreppengeschäft rückt dann mehr in den Hintergrund. Unabhängige Hersteller von smarten Heizthermostaten haben den Zugriff auf die Kundendaten und degradieren die Heizungshersteller zu Gerätelieferanten, wenn sie nicht eigene smarte Lösungen anbieten.

Big Data im Online-Marketing

Im engeren Sinne, nur auf Online-Marketing bezogen, sind mit Big Data die Summe aller Datenspuren gemeint, die Internetanwender bei ihren Online-Aktivitäten im großen Stil hinterlassen. Klicks, Verweildauern und Postings auf Websites, Shops und in sozialen Netzwerken hinterlegen wertvolle Informationen. Sie werden von Marktführern wie Amazon und Facebook aufgezeichnet und zu aussagefähigen Nutzerprofilen verdichtet. Big Data können Sie aber auch in Ihren eigenen Medien analysieren und die Erkenntnisse für Ihre crossmedialen Kampagnen nutzen:

  • Eine gute Datenbasis liefern z. B. Analysen von Logfiles, die Seitenzugriffe und Besuchsdauern von Nutzern Ihrer Website festhalten.
  • Wenn Ihre Kunden und Leser diese digitalen Klickspuren nach einem Login auf Ihrem Shop oder Portal hinterlassen, können Sie diese Daten mit den Stammdaten zu Nutzerprofilen verdichten, die immer feiner und zielgenauer werden. Automatisiert bieten Sie dann diesen Nutzern passende Produkte und Inhalte an gut sichtbaren Stellen und in personalisierten Newslettern bzw. Push-Nachrichten an. Ihr Internetauftritt (Shop, Portal, Website) wird dann zu einer lernenden Plattform. Die Technologie dafür ist jedoch komplex.
  • Nutzer, die nicht eingeloggt sind, können Sie über Cookies identifizieren, wenn sie keine Cookie-Blocker aktiviert haben.

Die Grenzen von Big-Data-Analysen liegen vor allem in Deutschland in einem restriktiven Datenschutz. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) beschneidet die technischen Möglichkeiten anders als in den USA oder in China.

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