Münsterland-Talk

09.10.2019

Guido Hilke, Geschäftsführer, BRUNS+DEBRAY GmbH, Warendorf

Berufskleidung – der schnittige Marketingfaktor

Guido Hilke mit Tochter Janine Papenkort

Guido Hilke, Geschäftsführer der BRUNS+DEBRAY GmbH aus Warendorf im Gespräch mit mittelstand-münsterland.de 

Herr Hilke, Ihr Unternehmen ist ein führender Nischenanbieter für Berufskleidung. Seit wann gibt es BRUNS+DEBRAY?

August Bruns und Paul Debray haben das Unternehmen 1925 gegründet. Warendorf war damals das Zentrum der münsterländischen Textilindustrie. Wir sind seitdem dem Standort treu geblieben und können in einigen Jahren unser 100-jähriges Firmenjubiläum feiern. Damals lag der Schwerpunkt auf Berufskleidung für den Bergbau. Seit 1950 haben wir unser Sortiment nach und nach auf andere Berufszweige wie Köche, Kellner, Handwerker und Industriearbeiter ausgeweitet.

Warum ist Berufskleidung eigentlich notwendig?

Nun, in einigen Berufen ist spezielle Berufskleidung aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben. Wir sprechen dann von persönlicher Schutzausrüstung (PSA), wie sie z. B. Feuerwehrleute tragen. Für andere Branchen ist Berufskleidung einfach funktional und erleichtert den Arbeitsprozess, etwa wenn Handwerker Werkzeug darin verstauen können.

Gibt es noch andere Gründe für Berufskleidung. Geht der Trend in der Gesellschaft nicht zur Individualisierung?

Berufskleidung ist ein wichtiger Imagefaktor und Markenbotschafter. Das ist nicht zu unterschätzen. Moderne, gut gestylte und die eigene Marke durch Farben und Logos wiedergebende Kleidung wird von Kunden, Geschäftspartnern und in der Öffentlichkeit an täglichen Kontaktpunkten gesehen. Außerdem sorgt ein gepflegter einheitlicher Auftritt auch für eine Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen. Was die Individualisierung von Berufskleidung angeht, bieten wir Unternehmen im Hinblick auf Materialien, Schnitte, Farben und Logoeinbindung vielfältige unternehmensspezifische Gestaltungsmöglichkeiten.  

Die Mode spielt bei Privatkleidung eine große Rolle. Wie ist das bei Berufskleidung? Welche Trends gibt es da?

Die Mode ist bei Berufskleidung zwar nicht so schnelllebig wie im Privaten. Sie wandelt sich aber auch. So gibt es immer wieder neue Materialien, die nachhaltiger, funktionaler und sicherer sind, wie z. B. Tencel als Baumwollalternative oder recyclebares Polyester. Auch verstärkt sich bei uns die Nachfrage nach freizeitorientierter Berufskleidung. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen zunehmend. Tragekomfort, moderne Schnitte und neue Features sind wichtige Erfolgsfaktoren geworden.

Berufskleidung von BRUNS+DEBRAY

Wo produzieren Sie eigentlich Ihre Berufskleidung?

Hier am Standort Warendorf haben wir eine kleine eigene Produktion. Sonst lassen wir bei Partnern in Europa fertigen. Nur so können wir unsere hohen Qualitätsanforderungen im Hinblick auf Materialien, Verarbeitung, Sicherheit, Fairness und Nachhaltigkeit sichern. 

Welche Vertriebswege nutzen Sie?

Da wir fast 100 Jahre existieren, haben wir viele langjährige und zufriedene Kunden, die uns gerne weiterempfehlen. Daneben nutzen wir das gesamte Vertriebsspektrum, wie z. B. Mailings, Telefonakquise und Messen. Neu aufgesetzt haben wir unseren Online-Shop, in dem wir neben unseren eigenen Produkten auch zugekaufte Ware anbieten.

Für wen lohnt sich Berufskleidung? Welche Investitionen sind nötig?

Einheitliche Berufskleidung mit Imagefaktor passt für viele Unternehmen. Die finanziellen Hürden sind auch nicht so hoch. Wir fertigen individuell bereits ab 50 Teile bei Arbeitskleidung (z. B. Latzhosen) und ab 200 Teile bei freizeitnaher Kleidung wie T-Shirts, Sweatshirts und Hoodies. 

Wir bedanken uns für das Gespräch Herr Hilke.

copyright BPF Best Practice Forum GmbH

Partner

BRUNS+DEBRAY GmbH

Guido Hilke
Hellegraben 7
48231 Warendorf

Fon: +49 2581 9359-0

BRUNS+DEBRAY GmbH

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