Münsterland-Talk

27.11.2019

Axel Schöttler, QUIX Nettesheim GmbH & Co. KG, Münster

Digitalisierung in der Gebäudereinigung

Axel Schöttler, Geschäftsführer QUIX Nettesheim GmbH & Co. KG aus Münster, im Gespräch mit mittelstand-münsterland.de

Herr Schöttler, bevor wir auf die Digitalisierung eingehen, stellen Sie uns doch bitte Ihr Unternehmen kurz vor.

Gerne. Wir sind ein klassischer Gebäudedienstleister, der in den 1950er Jahren gegründet wurde. Mit nunmehr rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten wir Unterhaltsreinigung für Immobilien, Glas- und Sonderreinigungen und Facility Management. Im Münsterland konzentrieren wir uns auf größere Objekte von Unternehmen und Institutionen.

Die Digitalisierung erfasst ja zunehmend alle Branchen. Wie stark ist Ihr Unternehmen davon betroffen?

Obwohl viele unserer Arbeiten noch handwerklich geprägt sind, hält die Digitalisierung auch bei uns Einzug in interne Prozesse und externe Kundenservices. So versuchen wir mit unserem ERP-System, das papierlose Büro vom Angebot bis zur Rechnungsstellung konsequent umzusetzen. Weiterhin steuern wir einen Teil unserer Reinigungsteams beim Kunden mobil über Smartphones. Die Identifikation erfolgt mittels „NFC“ Technologie. Der Teamleiter hält sein Mobilgerät an einen im Objekt angebrachten „NFC Tag“, die Arbeitszeiten und der Standort werden digital erfasst und direkt an die Buchhaltung übertragen.  Manuelle Erfassung und unnötige Schnittstellen vermeiden wir.

Wie macht sich die Digitalisierung bei Ihnen im Kundenservice bemerkbar?

Wir nutzen z. B. selbst entwickelte Serviceplattformen und Apps, auf denen wir wichtige Dokumente mit unseren Kunden austauschen. Das ist für unser Qualitätsmanagement wichtig. So werden z. B. Stichprobenräume per Zufallsauswahl digital ermittelt, die dann von unseren Kunden und Qualitätsmanagern intensiv geprüft werden. Mögliche Qualitätsmängel werden ins System eingegeben, die dann hinterlegte Maßnahmenkataloge und Verbesserungsprozesse automatisiert auslösen.

Sie beobachten ja als Geschäftsführer auch die technologische Entwicklung in Ihrer Branche. Was kommt da noch auf Sie zu?

In Dänemark sind z. B. schon Reinigungsroboter im Einsatz, die große Flächen bearbeiten und eigenständig Fahrstühle rufen, um in die nächste Etage zu gelangen. Intelligente Seifenspender – um ein weiteres Beispiel zu nennen - messen ihre Füllstände und signalisieren frühzeitig den Nachfüllbedarf. In eine ähnliche Richtung gehen Sensoren und Bewegungsmelder in Toilettenräumen, die die Nutzungsintensität erfassen, und ein gezieltes Reinigen nach Bedarf ermöglichen.

Spielt die Digitalisierung noch in andere Unternehmensbereiche bei Ihnen hinein?

Ja, wir nutzen Online-Plattformen sehr erfolgreich für die Personalrekrutierung. So schalten wir z. B. regionale Facebook-Anzeigen in unserer Zielgruppe der potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch der neue Service „Google for Jobs“ ist für uns ein neuer spannender Rekrutierungsweg.

Welche Erfolgsfaktoren sind für Sie neben der Digitalisierung noch wichtig?

Unter unserer neuen Marke „NOW“, die für „Nachhaltig Orientierte Werterhaltung“ steht, möchten wir Ökonomie, Ökologie und Soziales in Einklang bringen. So ist uns neben einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis der Umweltgedanke und das soziale Engagement in der Region ebenso ein großes Anliegen wie unser soziales und gesundheitliches Engagement für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Wir bedanken uns für das Gespräch Herr Schöttler.

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